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Biodiversität

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Die Biodiversität – die Vielfalt von Lebensräumen, Arten, Genen und Interaktionen – ist die Vielfalt des Lebens. Wir erarbeiten die wissenschaftlichen Grundlagen, die für die Überwachung und Förderung der Biodiversität sowohl in der Schweiz als auch weltweit nötig sind, und berechnen, wie sich die Biodiversität in Zukunft verändern könnte.

 

Die Biodiversität – die genetische Vielfalt, die Artenvielfalt, die Vielfalt der Lebensräume sowie die Wechselbeziehungen innerhalb und zwischen diesen drei Ebenen – ist unsere Lebensgrundlage. Die Schweiz hat sich mit der Ratifizierung der Biodiversitätskonvention von Rio verpflichtet, die Biodiversität zu überwachen, zu erhalten und zu fördern. Denn nur dank einer hohen Biodiversität erbringen Ökosysteme wichtige Dienstleistungen wie sauberes Wasser oder stabile Böden. Die Biodiversität trägt auch zur Lebensqualität und zum Erholungswert unserer Umwelt bei. Aus ethisch-moralischen Gründen ist es unsere Pflicht, die Artenvielfalt als Teil der Biodiversität zu erhalten.

Doch die Vielfalt ist bedroht, weltweit und in der Schweiz. Landnutzungsänderungen, Umweltverschmutzung, invasive Arten und der Klimawandel haben negativen Einfluss auf die Biodiversität. Damit sie in der Schweiz langfristig erhalten bleibt und gefördert wird, hat der Bundesrat 2012 die Strategie und 2017 den Aktionsplan Biodiversität Schweiz beschlossen.

Forschen und überwachen

Als Forschungsinstitut des Bundes betreiben wir sowohl Grundlagen- als auch angewandte Biodiversitätsforschung etwa in den Bereichen Biodiversitätsmonitoring und -analyse, Gebirgsökologie, Waldbiodiversität, Stadtökologie und Naturschutz. Zur Überwachung und Förderung der Biodiversität in der Schweiz und weltweit entwickeln wir Methoden, mit denen die Biodiversität und ihre Veränderungen erfasst werden können. Wir unterhalten zum Beispiel die nationalen Datenzentren für Pilze und Flechten, dokumentieren die Bestandsentwicklung verschiedener Organismengruppen und erarbeiten entsprechende Rote Listen. Im Projekt «Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz» untersuchen wir im Auftrag des BAFU, ob sich die Lebensräume von nationaler Bedeutung gemäss ihren Schutzzielen entwickeln und ob sie in ihrer Fläche und Qualität erhalten bleiben.

Massnahmen zum Schutz der Biodiversität sind oft aufwändig. Es ist darum wichtig, ihren Erfolg zu überprüfen. Wir entwickeln Methoden für die Erfolgskontrolle und tragen dazu bei, die Umsetzung zu optimieren. Unsere Forschungsresultate bereiten wir für die Praxis auf und beraten Bund, Kantone und andere Stakeholder.

Ein Blick zurück und in die Zukunft

Die Biodiversität ist im ständigen Wandel. Durch Vergleiche mit historischen Daten können wir einerseits aufzeigen, wie sich Biodiversitätsveränderungen auf die Ökosysteme auswirkten. Die Modellierung von Lebensraumveränderungen ermöglicht es uns andererseits, Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Biodiversität zu machen. Für unsere Modelle verwenden wir im Feld und in Experimenten gemessene Biodiversitätsdaten, GIS-Daten und Daten aus der Fernerkundung.

 

Schwerpunkte

WSL Biodiversitätszentrum

Mit dem Biodiversitätszentrum baut die WSL einen national und international anerkannten Forschungsschwerpunkt Biodiversität auf.

Blue Green Biodiversity

Eine Initiative von WSL und Eawag mit dem Ziel, die Biodiversität an der Schnittstelle von aquatischen und terrestrischen Ökosystemen zu erforschen.

 

Aktuell

Eine Douglasie und eine Fichte haben sich selbst angesamt.

Die neue Tree App hilft, für jeden Ort im Schweizer Wald Baumarten zu erkennen, die auch in einem wärmeren und trockeneren Klima wachsen.

Unter den Kadavern von Huftieren gedeiht eine vielfältige Mikrobenwelt. Diese bereichern die Biodiversität, zeigt eine Studie unter WSL-Leitung.

Die Erschliessung von neuen Grundstücken zerschneidet noch ungestörte Lebensräume.

Mit 160 Subventionen aus unterschiedlichen Bereichen werden nicht nur politische Ziele verfolgt, sondern sie beeinträchtigen auch die Biodiversität.

Bei der Feldarbeit in Grönland ist Konrad Steffen tödlich verunglückt. Direktion und Mitarbeitende der WSL sind erschüttert und fassungslos.

 

Publikationen