Das «Experimental Forest Management Project» EFM ¶
Waldbauliche Entscheidungen beeinflussen die Entwicklung bewirtschafteter Wälder über lange Zeiträume. Da rund drei Viertel des Schweizer Waldes bewirtschaftet werden, besteht ein hoher Bedarf an belastbaren, langfristigen Erkenntnissen zu den Auswirkungen unterschiedlicher Bewirtschaftungsformen auf Waldentwicklung, Leistungen und Biodiversität im Klimawandel.
Im Rahmen des «Experimental Forest Management Project» (EFM) unterhält die WSL ein langfristiges Netzwerk an Versuchsflächen an 115 Standorten mit einer Gesamtgrösse von 112 Hektar, auf denen unter anderem der Einfluss unterschiedlicher Bewirtschaftungsarten auf Bestandesprozesse wie dem Waldwachstum, der Mortalität und der Verjüngung untersucht werden.
Dafür werden die Versuchsflächen entsprechend ihrer jeweiligen Versuchsziele bewirtschaftet und forstliche Eingriffe und die Bestandesentwicklung werden durch regelmässige Inventuren alle 5 bis 12 Jahre dokumentiert. Die ersten Untersuchungsflächen wurden bereits 1888 eingerichtet, die älteste noch aktive Fläche ist seit 1890 bisher 20 mal aufgenommen worden (siehe: Forschungsmethoden).
Die unterschiedlichen Versuchsflächen befassen sich dabei mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten:
- Allgemeine wachstumskundliche Forschungsfragen
- Dauerwälder
- Überführungsbestände
- Klimaadaptive Waldbewirtschaftung
Alternativbaumarten im Klimawandel und weitere Experimente
Das langfristige Ziel des Projekts ist es, Försterinnen und Förster sowie die breite Öffentlichkeit darüber zu informieren, wie sich Entscheidungen im Wald langfristig auf das Ökosystem auswirken (siehe: Zusammenarbeit und Datennutzung). So entsteht eine gute Grundlage für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung.